SCHIMMEL-DRY – Ursache Kondensation

Ursache von Schimmel dauerhaft beseitigen: Warum die Wandoberflächentemperatur entscheidet

Schimmelursache beseitigen: die Wandoberflächentemperatur

Ursache von Schimmel dauerhaft beseitigen:
Warum die Wandoberflächentemperatur entscheidet

Warum Schimmel immer an derselben Stelle wiederkommt


Wird Schimmel abgewischt, aber die Wand bleibt kalt, kehrt er innerhalb weniger Wochen zurück. Der Grund ist nicht der Pilz, sondern die Feuchtigkeit, die ihm zur Verfügung steht.

Warme Raumluft nimmt mehr Wasserdampf auf als kalte. Trifft sie auf eine kalte Wandoberfläche, kühlt sie dort ab und kann den Dampf nicht mehr halten. Er schlägt sich als Wasser nieder. Dieser Vorgang wiederholt sich täglich, solange die Wandoberfläche kälter ist als der Taupunkt der Raumluft.

Was der Taupunkt bedeutet

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft ihren Wasserdampf nicht mehr halten kann. Bei 20 Grad Raumtemperatur und 60 Prozent relativer Luftfeuchte liegt er bei etwa 12 Grad.

Jede Wandoberfläche, die kälter als dieser Wert ist, wird feucht. Die Bekämpfung des Schimmels läuft deshalb über eine einzige Größe: die Temperatur der Wandoberfläche. Liegt sie sicher über dem Taupunkt, entsteht keine Kondensation und damit keine Feuchtigkeit, von der Schimmel leben könnte.

Kernsatz  Nicht die Luftfeuchte allein entscheidet, sondern das Verhältnis von Luftfeuchte zu Wandoberflächentemperatur.

Warum Lüften und Heizen allein oft nicht reichen

Lüften senkt die absolute Luftfeuchte und ist grundsätzlich richtig. Heizen erwärmt die Raumluft und hebt deren Aufnahmefähigkeit. Beides verändert die Oberflächentemperatur einer Kältebrücke jedoch nur geringfügig.

An einer auskragenden Betondecke, einer ungedämmten Außenecke oder einer Fensterlaibung bleibt die Oberfläche auch bei gut beheiztem Raum deutlich kälter als die übrige Wand. Genau dort entsteht der Schimmel weiter, während der Rest des Raums trocken bleibt. Hinter einem Schrank an der Außenwand verstärkt sich der Effekt zusätzlich, weil die warme Raumluft nicht zirkuliert.

Die vier Wege zu einer wärmeren Wandoberfläche

Es gibt vier bauphysikalisch wirksame Verfahren. Sie unterscheiden sich nicht im Prinzip, sondern im Eingriff,
im Aufwand und darin, wie großflächig sie eingesetzt werden können.

Vergleich der Verfahren

Verfahren
Wirkprinzip
Eingriff
Grenzen
Verfahren Innendämmung
Wirkprinzip Verringert den Wärmeabfluss, die Oberfläche bleibt wärmer
Eingriff Hoch: Aufbau, Verkleidung, Raumverlust
Grenzen Bei fehlerhafter Ausführung entsteht Kondensation hinter der Dämmung
Verfahren Kalziumsilikatplatte
Wirkprinzip Kapillaraktiv und diffusionsoffen, hebt die Oberflächentemperatur
Eingriff Hoch: vollflächig verkleben, verputzen, streichen
Grenzen Aufwendig, verändert den Raum dauerhaft, Fläche muss frei sein
Verfahren Wandheizung
Wirkprinzip Erwärmt die Wand direkt und großflächig
Eingriff Sehr hoch: Einbau und Anschluss an das Heizsystem
Grenzen Umfangreiche Baumaßnahme, im Bestand selten nachrüstbar
Verfahren Infrarot-Wandtrocknung
Wirkprinzip Erwärmt die Wandoberfläche lokal über den Taupunkt
Eingriff Gering: Aufstellen und einstecken
Grenzen Nur an den bestückten Wandabschnitten wirksam, Stromkosten im Betrieb
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FAQ

Häufige Fragen & Antworten

Wie warm muss eine Wandoberfläche sein, damit kein Schimmel entsteht?
  • Sie muss über dem Taupunkt der Raumluft liegen. Bei 20 Grad und 60 Prozent Luftfeuchte sind das rund 12 Grad; in der Praxis wird ein Sicherheitsabstand von einigen Grad angestrebt.
Reicht es, mehr zu heizen?
  • Höhere Raumtemperatur hilft, verändert die Oberflächentemperatur einer Kältebrücke aber nur wenig. Die kälteste Stelle bleibt die kälteste Stelle.
Ist eine Kalziumsilikatplatte besser als ein Infrarotpaneel?
  • Beide heben die Oberflächentemperatur. Die Platte wirkt dauerhaft ohne Betriebskosten, verlangt aber einen erheblichen Eingriff. Das Paneel ist ohne Eingriff nachrüstbar, verursacht dafür Stromkosten.
Kann Innendämmung Schimmel verursachen?
  • Bei fehlerhafter Ausführung ja. Wird der Taupunkt in die Konstruktion verschoben, kondensiert Feuchtigkeit hinter der Dämmung, wo sie unbemerkt bleibt.
Hilft ein Luftentfeuchter gegen Kondensation an der Wand?
  • Er senkt die Luftfeuchte und damit den Taupunkt, wirkt aber nicht auf die kalte Wandoberfläche. An einer ausgeprägten Kältebrücke reicht das meist nicht aus.
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